Schon aus dem Flieger heraus erscheint Lissabon in einem ganz besonderen Licht. Die hellen Töne reinweißer Häuser und sanftroter Dächer strahlen zart. Das Bild wirkt wie leicht überbelichtet und weich gezeichnet. In den Straßen selbst überrascht die Stadt dann allerdings auch mit weniger stillen, sondern durchaus ausdruckstarken Impressionen.
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Lissabon ist berühmt für die kunstvollen Kacheln, die das Stadtbild seit dem ausgehenden Mittelalter prägen. Auf Portugiesisch heißen sie Azulejos. Das ist vom arabischen Wort azzelij abgeleitet und bezeichnet einen kleinen, flachen, polierten Stein (für Mosaike). Die vielen in Blau gehaltenen großen Kachelbilder an den Häuserwänden erzählen von Politik, Kultur und Gesellschaft der ehemals reichen Seefahrer-Stadt. Die vielfarbigen motivfreien Mosaike geben einen spannenden Einblick in die Moden und farblichen Vorlieben vergangener Jahrhunderte.
Es ist Sommer. Alles will raus an die frische Luft und Getränke zum Mitnehmen sind so gefragt wie nie. Und natürlich treibt auch die “to go”-Sparte wilde Blüten. Die neuste Entdeckung ist der “Vingooo”: Wein, hübsch im Plastikgläschen verpackt, verschlossen mit einer Art Joghurtdeckel zum Abziehen. Ein guter Gag ist das allemal – den Geschmack von Weinliebhabern dürfte der Inhalt allerdings nicht treffen… (Bild: Rose)
Ob Stadt oder Land: Das Thema Garten gewinnt immer mehr an Bedeutung. Eines der beeindruckendsten Beispiele für einen modernen Nutzgarten ist wahrscheinlich Babylonstoren in Südafrika. Das Gut liegt zwischen Franschhoek und Paarl, also in einem der schönsten Weingebiete des Landes. Acht Hektar Gemüse, Salat, Früchte, Blumen und Kräuter formen hier einen atemberaubenden Naturpark. Rund 300 Pflanzen wachsen hier, viele davon einheimsich, einige davon bedroht. Eine strenge, symmetrische Architektur verleiht der Pflanzenpracht einen angemessenen Rahmen. Knirschende Wege, die mit gebrochenen Pfirsichkernen ausgelegt sind, führen die Besucher von Oliven- zu Apfelbäumen, von Möhren zu Kohl, von Kakteen zu Feigen. Duftende Blüten säumen den Weg. Hier und da laden spezielle Beete dazu ein, barfuß über Lavendel und Kamille zu wandeln – ein Erlebnis für alle Sinne.
Die grundgesunden Erzeugnisse aus diesem einzigartigen Biogarten können köstlich zubereitet im hauseigenen Restaurant “Babel” genossen werden. Das Haupthaus von Babylonstoren stammt aus dem Jahr 1692. Es ist eine der ältesten „Dutch Farms“ Südafrikas und wurde nun um kleine Cottages erweitert, die Raum für edle Gästezimmer und ein Spa bieten. Dass hier auf Design-Seite alles stimmt, liegt vor allem an der Besitzerin Karen Roos. Bevor sie Babylonstoren zu dem gemacht hat, was es heute ist, schrieb sie mehrere Bücher rund um Dekoration und war Redakteurin der Elle Decoration South Africa. Wer mehr über den Garten Babylonstoren erfahren will, kann meinem Artikel im Sonderheft Outdoor/ Garten Trends von Wohn!Design lesen.
Eine schöne Idee für alle, die wenig Stellplatz haben: Diese schicke Espressomaschine hängt man einfach an die Wand. Die höhenverstellbare Unterlage für die Tasse erlaubt das Zubereiten auch von großen Pötten Frühstückskaffe – für alle, die morgens ein wenig mehr Starthilfe brauchen. Einen besonderen Charme übt die Machine durch die Materialien Porzellan und Holz sowie die Sichtbarkeit der einzelnen Elemente aus. Entworfen und auf der Ambiente vorgestellt hat diesen Prototyp das „Talent“ Arvid Häusser, Student der Bauhaus Universität Weimar.
Selbst machen, umgestalten, Ideen verwirklichen – und das Ganze mit natürlichen oder recycelten Materialien. Die beiden slowenischen Designerinnen Jana Mršnik und Vesna Štih verbinden in ihrem Label BelaBela Textil, Produkt und Installation mit der Neuinterpretation traditioneller Handwerkstechniken. Ob Leuchten, Körbe, Untersetzer oder Kissen: BelaBela liefert stets Sets aus Einzelteilen, die jeder für sich selbst zusammen fügen muss. Die Stecktechnik dafür ist dem Stricken entlehnt; jedes Produkt kann immer wieder verändert werden. Zu sehen waren ihre Entwürfe auf der Ambiente 2012 im Talents-Areal.
..DARF HANDELN. Dieses Schild habe ich jüngst an einem Stand auf dem Trödelmarkt gesehen. Das ist nicht nur eine selbstbewusste Selektion der Verhandlungspartner, sondern auch eine sympathische Erinnerung daran, dass wir es lieber mit netten Leuten zu tun haben. Dass es sich lohnt, sensibel mit unserem Gegenüber und unseren Emotionen umzugehen, zeigt auch die Wissenschaft. Denn der bewusste Umgang mit ihnen hilft beim Kommunizieren, Entscheiden und (Ver-)Handeln. Vielleicht sollte man dieses kleine Schild auch in internationalen Börsen und Konzernen aufhängen. Vielleicht bringt es ja etwas.
Karneval in Köln ist bunt, lustig und laut. Zum Rosenmontagszug, dessen Motto dieses Jahr „Jedem Jeck sing Pappnas“ lautete, gehören aber nicht nur Funkenmariechen und Clowns, sondern auch aktuelle und kritische Themen. Neben Statements zu akademischen Pinocchios, Meeresverschmutzern, Kernspaltern, Kriegsführern und politischen Absteigern gefiel mir ein Wagen zum modernen Lebensstil sehr gut: die Pappnasen-Äpp, inklusive “Jeck-Äpp” und „Klüngel-Äpp“. Ganz kölsch eben.
Und weiter geht’s mit dem Thema Farbe. Auf der Ambiente stellen jährlich rund 4.500 Hersteller aus allen Herren Ländern ihre Produkte rund um Tisch, Küche, Schenken und Wohnen aus. Erste Adresse für Trends ist natürlich die Präsentation vom Stilbüro bora.herke.palmisano. Aber auch an den Ständen gab es 2012 genug Lebensfreude in aller Couleur. Hier ein paar Eindrücke aus Frankfurt.

