07.04.2020 | Superman & Superwoman |
Drei Tage zu Hause in Köln. Wie leise die Stadt sein kann! Uns bietet sich ein friedliches Bild. Der Brüsseler Platz ist leer wie nie. Die Leute tragen zwar kaum Masken, aber sie halten sich zum überragenden Großteil an die Abstandsregeln. Es ist interessant zu sehen, wie die Menschen inzwischen routiniert miteinander kommunizieren. Ein kurzer Blick, ein leichter Schwenk in eine Richtung und man weiß, wie man sich ohne Hektik aus dem Weg geht. Das funktioniert eigentlich hervorragend. Schade, dass es immer noch Leute gibt, die den Schuss anscheinend nicht gehört haben und sich viel zu dicht an den anderen vorbei drücken.
Ihr lieben Unverwundbaren, Supermen und “Da-haben-wir-schon-ganz-anderes-Überleber”- hier ein kleiner Tipp: Es geht nicht (nur) darum, dass ihr euch nicht ansteckt, sondern vor allem darum, dass ihr die anderen nicht gefährdet. Also zeigt neben eurer Unverwundbarkeit auch etwas Respekt und haltet Abstand zu euren Mitmenschen. Und wenn das wirklich nicht geht, weil ihr die Nähe so sehr braucht, dann zieht wenigstens Masken an. Danke.
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04.04.2020 | Tag 8 – los gehts! |
3. April. Tag 8 des Lockdown. Für uns geht es heute nach Hause. Es ist unglaublich, was unsere Deutsche Vertretung auf die Beine gestellt hat! Um 15 Uhr sollen wir am Fußballstadion sein. An diesem Sammelpunkt findet nicht nur der Gesundheitscheck statt, es wurde auch organisiert, dass viele Leute ihre Mietwagen abgeben können. Man steht in langen Schlangen, aber alle sind gut drauf: von den Fluggästen über die klasse vorbereiteten Organisatoren, die freundliche Security bis hin zum medizinischen Personal. Nach dem Gesundheitscheck werden wir in eine große Lobby gebeten. Zu unserer Überraschung warten hier Lunchpakete und Wasser auf uns. Es gibt genug Stühle und alle freuen sich über die kleine Rast. Dann geht es in Bussen weiter. Ein letzter Blick auf die “Mothercity”. Wir werden wieder kommen.
Der Flughafen CPT ist, wie alle Flughäfen in Südafrika, seit einer Woche komplett dicht. Heute wird er exklusiv für diesen Flug geöffnet. Auch hier gibt es lange Schlangen – aber vor allem, weil der Sicherheitsabstand eingehalten wird. Und ganz ehrlich: So entspannt habe ich noch nie eingecheckt. Dasselbe Bild bei der Security. Insgesamt kommen wir flott durch. An den Gates, wo sonst geschäftiges Treiben herrscht, sind alle Läden und Restaurants geschlossen. Langsam füllt sich die riesige Halle mit den Reisenden. Es ist genug Platz, die Distanz einzuhalten. Es sind auffällig viele Familien mit kleinen Kindern und ältere Menschen da. An den verschiedenen Sprachen merkt man, dass die Leute aus vielen Teilen Europas stammen.
Auch hier stehen Helfer parat, die Fragen beantworten, Wasser anbieten und gute Stimmung verbreiten. Wir suchen uns ein nettes Plätzchen, picknicken mit den selbst gemachten Sandwiches und dem uns angebotenen Wasser. Es ist 18 Uhr, um 22 Uhr geht der Flieger. Das ist eine ganz schön lange Zeit, besonders für eine 5-Jährige. Wir lesen etwas, machen in den etwas abgelegenen Bereichen Wettrennen oder spielen Ball. Unser Albern und Lachen steckt einige an. Aber das ist wohl OK. Dann ist es endlich so weit: Die Crew marschiert ein. Einige applaudieren. Wenig später wird gebordet. Kein Drängeln kein Schieben. Anschnallen und auf geht’s in das Zuhause, das ja auch nicht mehr dasselbe ist.
01.04.2020 | Träumen – Cape of Good Hope 1 |
Good Hope – Yes, die brauchen wir gerade alle. Noch bevor Corona offiziell in Südafrika ankam, merkte man am Kap der Guten Hoffnung, dass etwas anders war. Wesentlich weniger Autos und Leute, viel mehr Abstand und auch spürbare Unsicherheit. Der Blick auf das Kap zeigte sich davon unbeeindruckt. Hoffen wir mal, dass man ihn schon bald wieder unbeschwert genießen kann.
01.04.2020 | Tag 6 |
Wenn man strandet, kann man wenig planen. Und so dürfen wir zwar im nächstgelegenen Lebensmittelgeschäft einkaufen gehen, bekommen dort aber viele Dinge nicht, die wir gerade gut gebrauchen könnten. Spielzeug zum Beispiel. Aber wofür gibt es die Freude an der Improvisation. Und so haben wir uns einen Basketballkorb zum Üben gebastelt. Man braucht: eine leere 5 Literflasche, eine Schere, ein Klebeband (oder wie in diesem Falle Kinesioband) und irgendetwas zum Festmachen. Nicht sehr stabil – aber trotzdem lustig!
31.03.2020 | Träumen – Meerblick |
Einkaufen kann ja stressig sein. Viele Leute, Gedrängel zwischen den Regalen, lange Schlangen an der Kasse. Aber ein Einkaufsweg mit Blicken wie diesem entschädigen doch für Vieles.
29.03.2020 | Tag 3 |
Einkaufen ist nicht nur erlaubt, es ist auch strukturiert. Schon von Beginn an hat man hier begonnen, in jedem Laden – vom Supermarkt bis zur Eisdiele – die Desinfektion der Hände aktiv anzubieten bzw. jetzt auch freundlich, aber sehr bestimmt, einzufordern. Hamsterkäufe sind nicht an der Tagesordnung. Zu horten liegt, laut eines Lokals, nicht wirklich in der Natur der hiesigen Kultur. Außerdem hat man wohl auch von Europa gelernt und kommuniziert ganz klar: Die Lieferkette von Lebensmitteln und allen anderen relevanten Gütern ist gesichert. Es ist alles da und so soll es auch bleiben. Von bestimmten Artikelgruppen durfte man recht flott nur drei Teile auf einmal kaufen. Und bei einer der größten Drogeriemarktketten setzt man eindeutige Zeichen an der Kasse. Schaut, es ist genug für alle da!
27.03.2020 | Lockdown – Tag 1 |
Wenn einer eine Reise tut … Ja, dann kann er was erzählen. Es ist der erste Tag des Lockdowns in Südafrika. Nicht wirklich geplant also, verlängern wir unseren Aufenthalt in Kapstadt. Während uns die täglichen Covit-19-Updates aus Deutschland erreichen, haben die Entwicklungen in Südafrika rasant an Fahrt aufgenommen. Die Unterschiede im Umgang mit der Krise sind spannend. Denn natürlich geht es hier nicht nur um verschiedene Kulturen, sondern vor allem um völlig andersartige Herausforderungen. Das betrifft sowohl das zwar top moderne aber durchaus belastete Gesundheitssystem als auch das Riesenthema der Townships. In diesen Orten leben die Menschen auf engsten Raum. Oft teilen sich gleich mehrere Großfamilien eine Toilette. Dazu hat Südafrika eine sehr hohe HIV- und Tuberkulose-Rate. Menschen mit diesen Leiden haben kaum eine Chance, wenn sie das Virus trifft. In den nächsten Tagen möchte ich ein wenig von unseren Eindrücken hier erzählen.
Zwischendurch möchte ich aber auch zum Träumen einladen. Denn wir werden diese Krise gemeinsam meistern und dann braucht das Land auch wieder Besucher.
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30.01.2020 | Debüt |
Juhu, es ist so weit! Die neue Marke KLATT OBJECTS feiert ihr offizielles Debüt auf der Ambiente vom 7. bis 11. Februar 2020 in Frankfurt. Wer auf die internationale Fachmesse darf, erlebt schon dort die tolle Kollektion von kunstvollen Objekten und dekorativen Wohnaccessoires wie Vasen, Gefäße und Schalen bis hin zu zeitgemäßen Accessoires rund um das Lifestylethema Genus. Alle anderen können schon mal bei Instagram reinschauen und sich auf den Start im Handel ab diesem Frühjahr freuen! Foto: rosetime.info
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21.08.2019 | Nähe |
Aktualität, Nähe und Relevanz sind einige der wichtigsten Nachrichtenfaktoren im Journalismus. Wie richtig die Theorie damit liegt, zeigt das pralle Leben. Eben war die Welt noch in Ordnung, plötzlich kracht eine Nachricht über die Erkrankung eines lieben Menschen herein. Dann spüren wir sie hautnah: die Aktualität, die Nähe und die Relevanz. Und vielleicht haben wir dann Glück und es gibt auch eine gute Nachricht. Zum Beispiel, dass die richtige Bluttransfusion oder ein Stammzellspender vorhanden ist. Die schlechten Nachrichten können wir oft nicht beeinflussen. Die positiven Nachrichten schon. Wir müssen nur selbst aktiv werden. Also auf geht’s. Registrieren, spenden und andere zum Mitmachen motivieren! Hilfreiche Adressen: DKMS, Deutsches Rotes Kreuz, BZgA
26.07.2019 | Rettet das irgendwas! |
Ein alter Spruch, der wohl immer aktuell bleibt. In Szene gesetzt von Good old Friends auf der Tendence 2019. Ja ja genau: Irgendwas ist immer. Und jeder weiß sofort, dass das “irgendwas” negativ gemeint ist. Warum eigentlich? Warum kann das arme “irgendwas” denn nicht auch mal positiv sein? Warum soll es uns denn immer die Laune verderben, selbst wenn der Rest stimmt? Unsere Gedanken und wie wir sie bewerten, verändern unsere Sicht der Welt! Das beutetet – auch wenn es uns manchmal anders erscheint – diesen Teil des Lebens haben wir in der Hand. Vielleicht sollten wir also einfach damit anfangen, das arme „irgendwas“ neu zu bewerten. Gut eben! Denn “irgendwas SCHÖNES ist ja auch immer”.