04.04.2020 | Tag 8 – los gehts! |
3. April. Tag 8 des Lockdown. Für uns geht es heute nach Hause. Es ist unglaublich, was unsere Deutsche Vertretung auf die Beine gestellt hat! Um 15 Uhr sollen wir am Fußballstadion sein. An diesem Sammelpunkt findet nicht nur der Gesundheitscheck statt, es wurde auch organisiert, dass viele Leute ihre Mietwagen abgeben können. Man steht in langen Schlangen, aber alle sind gut drauf: von den Fluggästen über die klasse vorbereiteten Organisatoren, die freundliche Security bis hin zum medizinischen Personal. Nach dem Gesundheitscheck werden wir in eine große Lobby gebeten. Zu unserer Überraschung warten hier Lunchpakete und Wasser auf uns. Es gibt genug Stühle und alle freuen sich über die kleine Rast. Dann geht es in Bussen weiter. Ein letzter Blick auf die “Mothercity”. Wir werden wieder kommen.
Der Flughafen CPT ist, wie alle Flughäfen in Südafrika, seit einer Woche komplett dicht. Heute wird er exklusiv für diesen Flug geöffnet. Auch hier gibt es lange Schlangen – aber vor allem, weil der Sicherheitsabstand eingehalten wird. Und ganz ehrlich: So entspannt habe ich noch nie eingecheckt. Dasselbe Bild bei der Security. Insgesamt kommen wir flott durch. An den Gates, wo sonst geschäftiges Treiben herrscht, sind alle Läden und Restaurants geschlossen. Langsam füllt sich die riesige Halle mit den Reisenden. Es ist genug Platz, die Distanz einzuhalten. Es sind auffällig viele Familien mit kleinen Kindern und ältere Menschen da. An den verschiedenen Sprachen merkt man, dass die Leute aus vielen Teilen Europas stammen.
Auch hier stehen Helfer parat, die Fragen beantworten, Wasser anbieten und gute Stimmung verbreiten. Wir suchen uns ein nettes Plätzchen, picknicken mit den selbst gemachten Sandwiches und dem uns angebotenen Wasser. Es ist 18 Uhr, um 22 Uhr geht der Flieger. Das ist eine ganz schön lange Zeit, besonders für eine 5-Jährige. Wir lesen etwas, machen in den etwas abgelegenen Bereichen Wettrennen oder spielen Ball. Unser Albern und Lachen steckt einige an. Aber das ist wohl OK. Dann ist es endlich so weit: Die Crew marschiert ein. Einige applaudieren. Wenig später wird gebordet. Kein Drängeln kein Schieben. Anschnallen und auf geht’s in das Zuhause, das ja auch nicht mehr dasselbe ist.
01.04.2020 | Tag 6 |
Wenn man strandet, kann man wenig planen. Und so dürfen wir zwar im nächstgelegenen Lebensmittelgeschäft einkaufen gehen, bekommen dort aber viele Dinge nicht, die wir gerade gut gebrauchen könnten. Spielzeug zum Beispiel. Aber wofür gibt es die Freude an der Improvisation. Und so haben wir uns einen Basketballkorb zum Üben gebastelt. Man braucht: eine leere 5 Literflasche, eine Schere, ein Klebeband (oder wie in diesem Falle Kinesioband) und irgendetwas zum Festmachen. Nicht sehr stabil – aber trotzdem lustig!
31.03.2020 | Träumen – Fröhliche Pinguine |
Eines der Highlights am Western Cape, vor allem mit Kindern, sind die Pinguine am Boulders Beach / Simons Town. Begonnen hatte der Spaß wohl 1983 mit einem Pärchen, das sich zwischen den schützenden Büschen versteckte. Inzwischen hat sich diese kleine Familie ordentlich vermehrt und viele Verwandte angezogen. Derzeit zählt man über 2.500 Afrikanische Pinguine an dem kleinen Strandabschnitt, der den Tieren ordentlich Fisch und einen angenehmen Lebensraum bietet.
30.03.2020 | Tag 4 |
In genau den Zeiten, in denen wir nicht zusammenrücken dürfen, rücken wir zusammen. Aber eben anders als bisher. Unsere Nachbarn hier in Kapstadt, ein älteres Ehepaar, haben uns ihr Puppenhaus geliehen, das im Keller auf die Urenkel wartet. Die Übergabe fand natürlich kontaktlos statt. Nach einer ordentlichen Grundreinigung ist das Häuschen, das der Opa des netten Herrn selbst gebaut hat, wie neu und fertig eingerichtet. Auf die Plätze, fertig, losgespielt!
Währenddessen werden die neuen Maßnahmen verkündet, darunter Handytracking um die Kontaktkette nachzuvollziehen, großangelegte Testreihen, Wasser für die armen Gebiete und Hilfe für die Unternehmen. Große Konzerne und reiche Familien spenden und engagieren sich. Und President Cyril Ramaphosa ruft in seiner Rede noch einmal eindringlich dazu auf, Corona erst zu nehmen.
27.03.2020 | Lockdown – Tag 1 |
Wenn einer eine Reise tut … Ja, dann kann er was erzählen. Es ist der erste Tag des Lockdowns in Südafrika. Nicht wirklich geplant also, verlängern wir unseren Aufenthalt in Kapstadt. Während uns die täglichen Covit-19-Updates aus Deutschland erreichen, haben die Entwicklungen in Südafrika rasant an Fahrt aufgenommen. Die Unterschiede im Umgang mit der Krise sind spannend. Denn natürlich geht es hier nicht nur um verschiedene Kulturen, sondern vor allem um völlig andersartige Herausforderungen. Das betrifft sowohl das zwar top moderne aber durchaus belastete Gesundheitssystem als auch das Riesenthema der Townships. In diesen Orten leben die Menschen auf engsten Raum. Oft teilen sich gleich mehrere Großfamilien eine Toilette. Dazu hat Südafrika eine sehr hohe HIV- und Tuberkulose-Rate. Menschen mit diesen Leiden haben kaum eine Chance, wenn sie das Virus trifft. In den nächsten Tagen möchte ich ein wenig von unseren Eindrücken hier erzählen.
Zwischendurch möchte ich aber auch zum Träumen einladen. Denn wir werden diese Krise gemeinsam meistern und dann braucht das Land auch wieder Besucher.
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30.01.2020 | Debüt |
Juhu, es ist so weit! Die neue Marke KLATT OBJECTS feiert ihr offizielles Debüt auf der Ambiente vom 7. bis 11. Februar 2020 in Frankfurt. Wer auf die internationale Fachmesse darf, erlebt schon dort die tolle Kollektion von kunstvollen Objekten und dekorativen Wohnaccessoires wie Vasen, Gefäße und Schalen bis hin zu zeitgemäßen Accessoires rund um das Lifestylethema Genus. Alle anderen können schon mal bei Instagram reinschauen und sich auf den Start im Handel ab diesem Frühjahr freuen! Foto: rosetime.info
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18.12.2019 | Juhu 2020! |
Kaum zu glauben, aber wahr. Das große Fest steht vor der Tür, Hand in Hand mit dem jungen Jahr, das ungeduldig mit den Hufen scharrt. Bevor die zwei das Heft übernehmen, sollten wir vielleicht doch mal kurz inne halten und uns ins Bewusstsein rufen, dass es uns allen doch eigentlich ganz gut geht.
Als Dank dafür habe ich wieder Africa Child mit einer weihnachtlichen Spende bedacht. Das Projekt hilft Straßenmüttern dabei, sich ein eigenes Leben aufzubauen. Wer hier auch unterstützen möchte, bitte gerne hier!
Allen ein wunderbares Weihnachtsfest, Zeit für die Lieben und einen guten Rutsch in ein gesundes, glückliches und erfolgreiches neues Jahr!
28.08.2019 | Praxis |
Wie oft haben wir uns schon vorgenommen, etwas Gutes oder Sinnvolles zu tun. Und dann kommt der Alltag und irgendwas wird wichtiger. Dinge, die uns aktueller, näher oder relevanter erscheinen. Aber es fühlt sich toll an, die guten Vorsätze umzusetzen. Die DKMS hilft dabei: Einfach online prüfen, ob man als Spender in Frage kommt, Formular abschicken, auf den Brief warten, Abstrich machen, fertig. Wer das nicht möchte, kann genauso leicht die Forschung unterstützen. Jeder Beitrag hilft. Also raus aus der Theorie, rein in die Praxis.
21.08.2019 | Nähe |
Aktualität, Nähe und Relevanz sind einige der wichtigsten Nachrichtenfaktoren im Journalismus. Wie richtig die Theorie damit liegt, zeigt das pralle Leben. Eben war die Welt noch in Ordnung, plötzlich kracht eine Nachricht über die Erkrankung eines lieben Menschen herein. Dann spüren wir sie hautnah: die Aktualität, die Nähe und die Relevanz. Und vielleicht haben wir dann Glück und es gibt auch eine gute Nachricht. Zum Beispiel, dass die richtige Bluttransfusion oder ein Stammzellspender vorhanden ist. Die schlechten Nachrichten können wir oft nicht beeinflussen. Die positiven Nachrichten schon. Wir müssen nur selbst aktiv werden. Also auf geht’s. Registrieren, spenden und andere zum Mitmachen motivieren! Hilfreiche Adressen: DKMS, Deutsches Rotes Kreuz, BZgA
26.07.2019 | Rettet das irgendwas! |
Ein alter Spruch, der wohl immer aktuell bleibt. In Szene gesetzt von Good old Friends auf der Tendence 2019. Ja ja genau: Irgendwas ist immer. Und jeder weiß sofort, dass das “irgendwas” negativ gemeint ist. Warum eigentlich? Warum kann das arme “irgendwas” denn nicht auch mal positiv sein? Warum soll es uns denn immer die Laune verderben, selbst wenn der Rest stimmt? Unsere Gedanken und wie wir sie bewerten, verändern unsere Sicht der Welt! Das beutetet – auch wenn es uns manchmal anders erscheint – diesen Teil des Lebens haben wir in der Hand. Vielleicht sollten wir also einfach damit anfangen, das arme „irgendwas“ neu zu bewerten. Gut eben! Denn “irgendwas SCHÖNES ist ja auch immer”.