Nachhaltigkeit ist teuer! Oder doch nicht? In meiner Serie “So kann’s gehen” für das Texpertisenetwork habe ich mit Amira Erokh, Mitbegründerin des französischen des Startups Ever Dye, gesprochen. Das französische Startup hat ein Verfahren entwickelt, das die Farbe statt über Hitze mit Magnetismus in den Stoff einbringt. Die Methode arbeitet mit negativ geladenen Verankerungsstellen, an denen positiv geladenen Farbpigmente dauerhaft anhaften. Die Vorteile: sauberes Wasser, weniger Energieverbrauch und damit auch weniger Energiekosten für die Unternehmen. Dazu läuft das Verfahren auf allen handelsüblichen Maschinen – es sind also keine Investitionen nötig. Die Farben sind bereits auf dem Markt, beispielsweise von der Marke AdoreMe. Schön, oder? Hier geht’s zum Interview mit Amira Erokh.
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Schon mal darüber nachgedacht, welchen Fußabdruck der neue Outdoor-Teppich, die günstige Kuscheldecke oder das trendige Sofakissen hinterlässt? Für die internationale Fachmesse Heimtextil recherchiere und schreibe ich seit einiger Zeit in den Themenbereichen Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung in der Heimtextilindustrie. Eine spannende, aber bisweilen auch bedrückende Arbeit. Dieser Ausschnitt zeigt, warum:
“Schon aufgrund ihrer Größe und Marktmacht trägt die Textilindustrie eine besondere Verantwortung für Mensch und Umwelt. (…) Weltweit arbeiten mehr als 60 Millionen Menschen in der Textil- und Bekleidungsbranche – und zwar vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern. Die Bürde ist daher ungleich verteilt. So entstehen die meisten Belastungen und Auswirkungen, die durch den Verbrauch von Bekleidung, Schuhen und Heimtextilien in Europa verursacht werden, nicht vor Ort, sondern in den Regionen, wo der Großteil der Produktion stattfindet. Dies gilt für 85 Prozent des Primärrohstoffverbrauchs, 92 Prozent des Wasserverbrauchs, 93 Prozent des Flächenverbrauchs und 76 Prozent der Treibhausgasemissionen.“
Und doch gibt es neben vielen bestehenden Herausforderungen auch weltweit wunderbare Beispiele dafür, wie sich das Blatt wandelt und nachhaltige Lösungen zu nachhaltig zu wirtschaftlichen Erfolg führen. Daher freue ich mich sehr, dass das Textertisenetwork aus meinem Fachbericht eine kleine Serie gemacht hat.
“Und sie bewegt sich doch!” Hier gehts zum ersten Teil der Serie.
“Engagiert und transparent in eine bessere Zukunft” Und hier zum zweiten Teil.


